Bestsellerautor Peter Wohlleben: “Zu viele Fakten schrecken ab.”

“Ich wollte eigentlich nie Bücher schreiben” sagt der derzeit erfolgreichste deutsche Sachbuch-Autor Peter Wohlleben. Der Förster hat es dennoch getan und 2015 mit “Das geheime Leben der Bäume” einen internationalen Beststeller geschrieben. Zu seinem Erfolgsgeheimnis gehört neben Ausdauer auch die emotionale Sprache, die er in seinen Büchern verwendet.

Erfolg kommt nicht über Nacht: durchhalten und dranbleiben

“Das geheime Leben der Bäume” war nicht das erste Buch von Peter Wohlleben: Das Erste, “Wald ohne Hüter”, wurde von vielen Verlagen abgelehnt, bevor es 2007 veröffentlicht werden konnte.  “Die meisten großen Verlage hatten damals noch nicht einmal geantwortet. Ich war froh, dass es ein kleiner Verlag – der mittlerweile längst wieder zugemacht hat – herausgebracht hat”, erzählt Wohlleben in einem Interview. Zehn weitere Bücher folgten, die Nachfrage nach ihnen war “relativ bescheiden”, wie er weiter berichtet. Und dann kam mit “Das geheime Leben der Bäume” ein Durchbruch, der sowohl ihn als auch seinen Verlag überraschte.

Emotionale Sprache für Werbung und Wald

Erfolgsrezept: Schreibe für deine Zielgruppe!

Mit dem Erfolg kam auch die Kritik. Gerade jetzt, seit der Film zum Buch in die Kinos gekommen ist, wuchert sie nochmal querbeet durch die Medienlandschaft. Die Bücher vermenschlichten den Wald, seien nicht wissenschaftlich geschrieben. Doch das war auch nie das Ziel. Denn Peter Wohlleben hat eins verstanden: Schreibe für deine Zielgruppe. Schreibe so, dass sie es versteht. Und ich denke, eins ist sicher: Die breite Masse hat durch seine Bücher mehr über den Wald erfahren und verstanden, als alle Wissenschaftler und Forstwirtschaft-Experten zusammen es jemals vermocht hätten.

Emotionale Sprache für den Wald und die WerbungMit emotionaler Sprache auf der Überholspur

Wohlleben erklärt seinen Schreibstil so: “Ich schreibe definitiv keine wissenschaftlichen Bücher. Dann dürfte ich nicht emotional schreiben, denn das ist etwas, was Wissenschaftler niemals tun würden. Es ist eine sehr emotionale Sprache, aber da wir zu über 90 % über Emotionen funktionieren, ist die sachlich-wissenschaftliche Fachsprache streng genommen unmenschlich. Zu viele Fakten hinteriander schrecken ab. Mit einer emotionalen Sprache fällt es den Menschen viel leichter, Informationen zu verarbeiten.”

Emotionale Sprache in der Werbung

Exakt so ist es. Mit emotionaler Sprache erreichen wir unsere Leser, mit verständlichen Argumenten überzeugen wir sie. Natürlich dürfen wir auch in Werbetexten rationale Argumente nutzen, müssen sie jedoch stets mit emotionalen kombinieren. Denn Kaufentscheidungen werden emotional getroffen und rational begründet.

Emotionale Sprache: Zu viele Fakten schrecken ab

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Peter Wohlleben auf Wikipedia

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